Running

Das grosse Laufsport Glossar

Lexikon

Fachbegriffe rund um den Laufsport

Manche mögen es Laufsport-Slang nennen oder das Vokabular eines Läufers oder einer Läuferin.

So oder so, wenn Sie in den Sport einsteigen und wissen wollen, was die Leute sagen, ist es hilfreich, mit diesen Begriffen vertraut zu sein. Dieses Glossar wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

Begriffe

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Es gibt 10 Namen in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben A beginnen.
Abrieb
Verschleiss an der Laufsohle, meist am stärksten in dem Bereich, in dem der Fuss den Boden zuerst berührt sowie unter dem grossen Zeh, wo die Abrollbewegung endet und der Fuss sich vom Boden abstösst. Am Abrieb kann ein guter Verkäufer im Laufschuh-Fachgeschäft erkennen, wie Sie laufen, und Ihnen anhand von Besonderheiten Ihres Abrollverhaltens einen entsprechenden Laufschuh empfehlen. Nimm also deinen alten Laufschuhe mit zum Schuhkauf.

Abrollverhalten
Ausdruck für die Gesamtheit der individuellen Eigenschaften entweder des menschlichen Fusses oder aber eines Laufschuhs, die den Bewegungsablauf des Fusses zwischen dem Moments des Aufsetzens auf dem Boden (Landung) und dem Abdrücken von selbigem beeinflussen.

Achillessehne
Die Achillessehne verbindet die dreiköpfigen Wadenmuskulatur mit den oberen Teil des Fersenbein und stellt die dickste und kräftigste Sehne des Menschen dar.

Aerob
Beim aeroben Training (auch „Cardio-Training“) genügt allein die Atmung, also die Zuführung von Sauerstoff, um den Energiebedarf deiner Muskeln zu decken. Mässig anstrengende Aktivitäten wie Jogging fallen in diese Kategorie.

Agavensirup
Besteht hauptsächlich aus Fruktose und Glukose, wobei der Fruktose-Anteil deutlich grösser ist. Gilt als vegane Alternative zu Honig und anderen Süssmitteln.Der hohe Fruktose-Anteil schränkt aber die Verträglichkeit an.

Aminosäuren
Aminosäuren sind die Grundbausteine des Körpers. Sie regulieren als Enzyme die Stoffwechselprozesse, sind Energieträger und tragen zur Bildung von Muskeln bei. Durch die Anordnung verschiedener Aminosäuren entstehen verschiedene Proteine (Eiweisse).

Anaerob
Von anaerobem Training ist die Rede, wenn sich dein Körper so sehr anstrengt, dass er durch die Atmung alleine nicht genügend Energie bekommt. Hochintensive Aktivitäten, die dir deine Maximalleistung abverlangen (wie etwa Sprints) zählen zu dieser Trainingsform.

Aufwärmen
Aufwärmen (siehe auch Warm-up) bezeichnet den Prozess der Vorbereitung auf eine Trainingsbelastung, bei der die Durchblutung der Muskulatur durch leichte Beanspruchung verbessert, die Beweglichkeit erhöht und damit das Verletzungsrisiko verringert wird.

Ausdauertraining
Ein Ausdauertraining hat zum Ziel, den Körper in die Lage zu versetzen, über einen langen Zeitraum Leistung erbringen zu können und damit die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung zu erhöhen.

Aussensohle
Auch Laufsohle genannt. Äusserer Teil der Sohle, der beim Laufen direkten Kontakt zum Boden hat. Die Aussensohle ist je nach Ausrichtung des Schuhmodells entweder besonders hart und abriebfest oder für bessere Rutschfestigkeit oder einen weicheren Auftritt aus weicherem Gummi geformt, das dann aber auch schneller verschleisst. Flex-Kerben gerade in einer härteren Aussensohle erhalten die Flexibilität und die Ausgestaltung des Sohlenprofils beeinflusst die Griffigkeit auf unterschiedlichem Terrain.

Fragen & Antworten

Was bedeutet „Mann mit dem Hammer“ beim Laufen?

Der „Mann mit dem Hammer“ (auch Hammermann genannt) bezeichnet einen plötzlichen Leistungseinbruch, der durch Kohlenhydratmangel bzw. Hypoglykämie ausgelöst wird. Im Radsport und Skilanglauf ist dafür auch der Begriff „Hungerast“ gebräuchlich. Vorbeugen lässt sich mit gezieltem Ausdauertraining, das den Körper an die Energiegewinnung aus Fett gewöhnt, sowie mit rechtzeitiger Kohlenhydratzufuhr während des Trainings oder Wettkampfs, etwa über ein Sportgetränk oder ein Energiegel.

Was ist der Drop bei Laufschuhen und welcher ist der richtige?

Der Drop (auch Sprengung genannt) beschreibt den Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuss eines Laufschuhs, angegeben in Millimetern. Schuhe mit hohem Drop, etwa 10 bis 12 mm, begünstigen einen Fersenlauf und entlasten Waden- sowie Achillessehne, während Modelle mit niedrigem oder gar keinem Drop, 0 bis 4 mm, einen natürlicheren Laufstil fördern, dabei aber höhere Anforderungen an Muskulatur und Sehnen stellen. Welcher Drop passt, hängt vom individuellen Laufstil, der Erfahrung, dem Trainingsumfang und eventuellen Beschwerden ab.

 

Was ist der Unterschied zwischen Pronation und Überpronation?

Pronation ist eine natürliche und erwünschte Drehbewegung des Fusses beim Abrollen, bei der sich der äussere Fussrand leicht anhebt und der innere Fussrand senkt. Bei einer Überpronation knickt der Fuss beim Abrollen dagegen ungewöhnlich stark nach innen ein, wodurch Gelenke, Sehnen und Bänder stärker belastet werden. Läufer mit Überpronation greifen häufig zu Stabilschuhen mit integrierter Pronationsstütze, um dieser Fehlbelastung entgegenzuwirken.

Was ist DOMS (Muskelkater) und wie lange dauert er?

DOMS steht für Delayed Onset Muscle Soreness, also verzögert einsetzenden Muskelkater, der durch kleine Entzündungen infolge von Mikrorissen in den Muskelfasern entsteht. Er ist ein natürlicher Teil des Trainingsprozesses aus Muskelfaserabbau und anschliessender Stärkung, durch den sich der Körper an höhere Trainingsbelastungen anpasst. Typischerweise tritt DOMS 24 bis 72 Stunden nach dem Training auf, besonders nach langen oder intensiven Einheiten oder nach ungewohnten Belastungen.

Was bedeutet VO2max und was ist ein guter Wert?

VO2max gibt die maximale Sauerstoffaufnahme des Körpers an, gemessen in Millilitern Sauerstoff pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute, und wird im Rahmen einer Leistungsdiagnostik mittels Spiroergometrie ermittelt. Ein durchschnittlicher, gesunder, untrainierter Mann nimmt etwa 45 ml/kg/min auf, eine durchschnittliche, gesunde, untrainierte Frau etwa 38 ml/kg/min. Spitzenathleten erreichen deutlich höhere Werte: Tour-de-France-Sieger Greg LeMond erzielte beispielsweise 92,5 ml/kg/min.