Running

Das grosse Laufsport Glossar

Lexikon

Fachbegriffe rund um den Laufsport

Manche mögen es Laufsport-Slang nennen oder das Vokabular eines Läufers oder einer Läuferin.

So oder so, wenn Sie in den Sport einsteigen und wissen wollen, was die Leute sagen, ist es hilfreich, mit diesen Begriffen vertraut zu sein. Dieses Glossar wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

Begriffe

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Es gibt 9 Namen in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben F beginnen.
Fartlek (Fahrtspiel)
Als Fahrtspiel (von schwedisch: fartlek, von fart = Geschwindigkeit und lek = Spiel) bezeichnet man eine Trainingsform im Laufsport, bei der das Lauftempo während eines Dauerlaufes mehrmals gesteigert und verringert wird. Die jeweilige Belastungs- und Intervalldauer wird nicht geplant, sondern zufällig durch das Gelände bzw. den Untergrund vorgegeben oder kann nach Lust und Laune selbst während des Trainings variiert werden.

FatMax
As FatMax bezeichnet man den Leistungsbereich, bei dem dein Körper die meiste Energie pro Zeiteinheit aus Fetten gewinnt. Dies ist meist der Fall, wenn du mit einer Leistung kurz vor deiner individuellen anaeroben Schwelle unterwegs bist. Bei dieser Leistung wird dein Körper mit der maximal möglichen Menge an Sauerstoff versorgt und kann so eine grosse Menge an Fetten verstoffwechseln.

Fersenkeil
Dämpfungselement unter der Ferse, das meist in die Mittelsohle integriert ist. Durch die leichte Erhöhung wird die Achillessehne entlastet. Ein Fersenkeil bewirkt meist eine grössere Sprengung.

Fersenlauf
Der Fersenlauf (auch Rückfussauf genannt) stellt ein Laufstil dar, bei dem der Fuss nach der Flugphase zuerst auf den Fersenaussenrand aufsetzt.

Fersenläufer
Läufer, die beim Laufen zuerst mit der Ferse den Boden berühren (vergleiche: Mittelfussaufsetzer) und dann über die ganze Länge des Fusses abrollen.

Fettstoffwechsel
Unter Fettstoffwechsel wird zum einen die Zerlegung von Nahrungsfetten im Verdauungstrakt, also die Fettverdauung und der Transport über den Ductus thoracicus in das venöse Blut, zum anderen die oxidative Verstoffwechselung im Körper zum Zwecke der Energiegewinnung und der Ab- und Umbau zu Synthesevorstufen von Vitaminen, Steroidhormonen und Gallensäuren verstanden.

Fettverbrennung
Unter Fettverbrennung versteht man den Vorgang der Energiebereitstellung aus Fettsäuren, der im Gegensatz zur Kohlenhydratverbrennung deutlich mehr Sauerstoff benötigt. Daher funktioniert die Fettverbrennung bei langen und langsamen Dauerläufen anteilmässig am besten.

Flexkerben
Kerben in der Aussensohle, die durch ihre speziellen Anordnung die Flexibilität der Sohle erhöhen bzw. verhindern, dass diese durch die Härte des Aussensohlenmaterials zu unflexibel wird.

Fruktose
Natürlicher Einfachzucker, der in vielen Obstsorten vorkommt und deshalb auch als Fruchtzucker bezeichnet wird. Fruktose ist auch Bestandteil des Haushaltszuckers (Saccharose). In isolierter hochkonzentrierter Form und vor allem bei übermässigem Konsum, kann Fruktose die Entstehung verschiedener Krankheiten begünstigen. Sie kann ab ca. 20 Gramm pro Einmalportion bereits abführend wirken, beim Sport oft schon bei geringerer Menge pro Stunde.

Fragen & Antworten

Was bedeutet „Mann mit dem Hammer“ beim Laufen?

Der „Mann mit dem Hammer“ (auch Hammermann genannt) bezeichnet einen plötzlichen Leistungseinbruch, der durch Kohlenhydratmangel bzw. Hypoglykämie ausgelöst wird. Im Radsport und Skilanglauf ist dafür auch der Begriff „Hungerast“ gebräuchlich. Vorbeugen lässt sich mit gezieltem Ausdauertraining, das den Körper an die Energiegewinnung aus Fett gewöhnt, sowie mit rechtzeitiger Kohlenhydratzufuhr während des Trainings oder Wettkampfs, etwa über ein Sportgetränk oder ein Energiegel.

Was ist der Drop bei Laufschuhen und welcher ist der richtige?

Der Drop (auch Sprengung genannt) beschreibt den Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuss eines Laufschuhs, angegeben in Millimetern. Schuhe mit hohem Drop, etwa 10 bis 12 mm, begünstigen einen Fersenlauf und entlasten Waden- sowie Achillessehne, während Modelle mit niedrigem oder gar keinem Drop, 0 bis 4 mm, einen natürlicheren Laufstil fördern, dabei aber höhere Anforderungen an Muskulatur und Sehnen stellen. Welcher Drop passt, hängt vom individuellen Laufstil, der Erfahrung, dem Trainingsumfang und eventuellen Beschwerden ab.

 

Was ist der Unterschied zwischen Pronation und Überpronation?

Pronation ist eine natürliche und erwünschte Drehbewegung des Fusses beim Abrollen, bei der sich der äussere Fussrand leicht anhebt und der innere Fussrand senkt. Bei einer Überpronation knickt der Fuss beim Abrollen dagegen ungewöhnlich stark nach innen ein, wodurch Gelenke, Sehnen und Bänder stärker belastet werden. Läufer mit Überpronation greifen häufig zu Stabilschuhen mit integrierter Pronationsstütze, um dieser Fehlbelastung entgegenzuwirken.

Was ist DOMS (Muskelkater) und wie lange dauert er?

DOMS steht für Delayed Onset Muscle Soreness, also verzögert einsetzenden Muskelkater, der durch kleine Entzündungen infolge von Mikrorissen in den Muskelfasern entsteht. Er ist ein natürlicher Teil des Trainingsprozesses aus Muskelfaserabbau und anschliessender Stärkung, durch den sich der Körper an höhere Trainingsbelastungen anpasst. Typischerweise tritt DOMS 24 bis 72 Stunden nach dem Training auf, besonders nach langen oder intensiven Einheiten oder nach ungewohnten Belastungen.

Was bedeutet VO2max und was ist ein guter Wert?

VO2max gibt die maximale Sauerstoffaufnahme des Körpers an, gemessen in Millilitern Sauerstoff pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute, und wird im Rahmen einer Leistungsdiagnostik mittels Spiroergometrie ermittelt. Ein durchschnittlicher, gesunder, untrainierter Mann nimmt etwa 45 ml/kg/min auf, eine durchschnittliche, gesunde, untrainierte Frau etwa 38 ml/kg/min. Spitzenathleten erreichen deutlich höhere Werte: Tour-de-France-Sieger Greg LeMond erzielte beispielsweise 92,5 ml/kg/min.