Cycling

Das grosse Radsport Glossar

Lexikon

Fachbegriffe rund um den Radsport

Manche mögen es Radsport-Slang nennen oder das Vokabular eines Rennradfahrers oder einer Rennradfahrerin. So oder so, wenn Sie in den Sport einsteigen und wissen wollen, was die Leute sagen, ist es hilfreich, mit diesen Begriffen vertraut zu sein.

Begriffe zu den „Grand Tours“ (Tour de France, Giro d’Italia und La Vuelta) und den „Monumenten des Radsports“ (Flandern-Rundfahrt, Paris–Roubaix, Lüttich–Bastogne–Lüttich, Mailand–Sanremo, Amstel Gold Race und La Flèche Wallonne) werden auch erklärt. Dieses Glossar wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

Begriffe

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FulGaz
FulGaz ist eine Indoor-Cycling-App, die es ermöglicht, auf über 2.000 realen Strecken aus mehr als 60 Ländern zu trainieren. Die Plattform legt grossen Wert auf Realismus und bietet hochauflösende Videos echter Strassen, um ein möglichst authentisches Fahrerlebnis zu schaffen.
  • Besonderheiten: Hochauflösende Videos echter Strecken, detaillierte Simulation von Strassen- und Umgebungsbedingungen.
  • Zielgruppen: Radfahrer, die realistische Simulationen bevorzugen, etwa zur Vorbereitung auf reale Strecken oder Events.
Es richtet sich sowohl an Radfahrer als auch an Triathleten und bietet spezielle Inhalte und Trainingspläne für beide Gruppen. Die App ist für verschiedene Betriebssysteme wie iOS, Android, Windows, Apple TV und Mac verfügbar.
Gegründet wurde FulGaz in Australien und hat seinen Hauptsitz in Melbourne. Der Name "FulGaz" ist eine Anspielung auf das deutsche Wort "Vollgas", ein Begriff, der im Profiradsport verwendet wird, wenn es darum geht, mit voller Geschwindigkeit zu fahren. [Quelle: FulGaz]

Indoor-Training
Es gibt es eine Vielzahl von Plattformen und Tools für Indoor-Training, die unterschiedliche Ansätze und Features bieten. Hier sind einige der beliebtesten Plattformen:

1. Zwift
  • Merkmale: Virtuelle Trainingswelten, strukturierte Workouts und Multiplayer-Events.
  • Besonderheiten: Kombination von virtuellen Welten, interaktiven Strecken und Gamification-Elementen.
  • Zielgruppe: Radfahrer und Läufer aller Leistungsstufen die motivierende, interaktive und soziale Indoor-Trainingserfahrungen suchen.
2. Rouvy
  • Merkmale: Realistische Trainingsstrecken mit echten Videoaufnahmen und Augmented Reality.
  • Besonderheiten: Integration von realen Strassen mit virtuellen Elementen, ideal für ein realistisches Fahrgefühl.
  • Zielgruppe: Radfahrer, die Wert auf realistische Streckendarstellungen legen.
3. TrainerRoad
  • Merkmale: Fokus auf strukturierte Workouts und Trainingspläne, basierend auf Leistungsdaten (FTP).
  • Besonderheiten: Wissenschaftlich fundierte Trainingsprogramme für maximale Leistungssteigerung.
  • Zielgruppe: Ambitionierte Athleten und Triathleten, die spezifisch trainieren möchten.
4. Wahoo SYSTM
  • Merkmale: Interaktive Workouts mit Videos und Musik, kombiniert mit Mentaltraining.
  • Besonderheiten: Integrierte Inhalte wie Yoga, Krafttraining und mentale Vorbereitung.
  • Zielgruppe: Allround-Athleten, die mehr als nur Radtraining suchen.
5. FulGaz
  • Merkmale: Reale Strecken in 4K-Videoqualität mit anpassbarem Widerstand.
  • Besonderheiten: Sehr hochwertiges Videomaterial, das ein immersives Fahrerlebnis bietet.
  • Zielgruppe: Nutzer, die visuell beeindruckende, reale Strecken bevorzugen.
6. Kinomap
  • Merkmale: Nutzergenerierte Videos von echten Strecken weltweit, verbunden mit Trainingsmodi.
  • Besonderheiten: Community-getriebene Inhalte, ideal für Abwechslung.
  • Zielgruppe: Radfahrer und Läufer, die echte Outdoor-Erfahrungen suchen.
7. Bkool
  • Merkmale: Virtuelle und reale Strecken sowie Multiplayer-Funktionen.
  • Besonderheiten: Wetter- und Windsimulationen für realistische Bedingungen.
  • Zielgruppe: Nutzer, die ein flexibles und vielseitiges Training wünschen.
8. Peloton
  • Merkmale: Live- und On-Demand-Kurse mit Trainern, Fokus auf Community und Motivation.
  • Besonderheiten: Integriertes Ökosystem mit Peloton Bikes und Laufbändern.
  • Zielgruppe: Fitness-Enthusiasten, die Gruppenkurse mögen.
9. Tacx Training App
  • Merkmale: Reale Streckenvideos und strukturierte Workouts.
  • Besonderheiten: Enge Integration mit Tacx-Trainersystemen.
  • Zielgruppe: Nutzer von Tacx-Produkten.
10. Xert
  • Merkmale: Dynamisches Training basierend auf Echtzeit-Analyse der Leistungsdaten.
  • Besonderheiten: Adaptive Trainingspläne ohne festen Kalender.
  • Zielgruppe: Technikaffine Athleten, die datenbasiertes Training schätzen.
11. MyWhoosh
  • Merkmale: Kostenloses virtuelles Training auf realen Radstrecken.
  • Besonderheiten: Kompatibel mit verschiedenen Smart-Trainern.
  • Zielgruppe: Freizeitfahrer, leistungsorientierte Athleten und Indoor-Cycling-Enthusiasten.

Wichtig ist, dass die Wahl der Plattform von deinen individuellen Zielen abhängt:
  1. Für strukturierte Workouts: TrainerRoad, Wahoo SYSTM.
  2. Für realistische Strecken: Rouvy, FulGaz, Bkool, MyWhoosh.
  3. ür soziales und spielerisches Training: Zwift, Peloton.

Faszination Radsport

Es ist nie zu spät, um einzusteigen! Lass dich von der Faszination Rennrad packen und geniesse die Zeit auf dem Bike. Falls du nicht schon überzeugt bist, findest du hier 5 Gründe die dich endgültig zum Rennrad-Fan machen werden.

1. Fitness und Abwechslung zum Alltag

In einer Zeit, in der man oft vom Stress persönlich geweckt wird und Druck der beste Freund zu sein scheint, ist es zunehmend schwerer geworden einfach mal abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen.

Steig einfach auf dein Rennrad und pedaliere den Stress weg. Wenige Augenblicke nachdem du losgefahren bist ordnen sich deine Gedanken und du kannst richtig abschalten. Die frische Luft, die Natur und die Geschwindigkeit sorgen trotz der körperlichen Anstrengung dafür, dass du runterkommst und die Bodenhaftung behältst.

2. Grüner Fussabdruck und Fortbewegung

Das Rennrad als Transportmittel gewinnt wieder an Bedeutung wenn es um die Fortbewegung geht. Wer steht schon gerne im Stau und atmet Smog ein? Mit dem Rennrad fährt man in der Regel staufrei und ist trotzdem schnell. Die Fahrt von A nach B ist nicht nur umweltfreundlich, du fühlst dich auch einfach gut, wenn du etwas für den Planeten getan hast.

3. Der soziale Faktor

Ist dir schon mal aufgefallen wie sich Radfahrer freundlich grüssen, wenn sie sich entgegenkommen? Auch wenn du alleine fährst, bist du nicht alleine. Die Tatsache, dass du auf einer Rennmaschine fährst, macht dich automatisch zu einem Mitglied im „Club“.

Egal ob du dich mit Freunden triffst oder auch nur bei der Trainingsfahrt des Radvereins deiner Region mitfährst, du wirst immer jemanden finden, mit dem du über deine Erfahrungen sprechen kannst. Manchmal ist der Pausenkaffee oder das kleine Stück Kuchen mindestens genauso wichtig wie die Fahrt an sich. Man trifft sich, spricht über interessante Themen und hat einfach eine schöne Zeit mit Menschen, die deine Leidenschaft mit dir teilen.

4. Entdecke die Welt (oder Region)

Dein Rennrad ist die beste Möglichkeit um die Welt zu entdecken. Es gibt fast überall wunderschöne Strecken. Egal ob im Seeland,  Jura, Emmental, Schweizer Alpen oder Italienischen Alpen. Überall sieht man die Welt am besten, wenn man auf dem Rennrad sitzt. Wenn Selbstvertrauen und Ausdauer stimmen, wirst du erstaunt sein wie weit man mit dem Rennrad an einem Tag kommt.

Auf dieser Welt gibt es so viele eindrucksvolle und einzigartige Gegenden, dass ein Radsport-Leben kaum ausreicht um alles zu sehen. Vor allem die klassischen Strecken der Tour de France sind zu empfehlen. Es ist ein tolles Gefühl, die selbe Strecke zu fahren, auf der dein grosses Vorbild eine Tour-Etappe gewonnen hat. Auf den legendären Anstiegen der grossen Radrennen kannst du deinen Namen mit Kreide neben die vielen Namen grosser Fahrer auf die Strasse schreiben und viele andere Radsportler aus aller Welt treffen.

Das Beste aber ist die unglaubliche Vielfalt, die sich dir als Radsportler eröffnet.

5. Neues Spielzeug

Neue leichte Rahmen, Scheibenbremsen, Carbon-Lenker und das neue Laufradset lassen Radsportler-Augen glänzen. Wer anfangen will, bekommt aber schon für wenig Geld ein anständiges Rennrad, auf dem er seine ersten Versuche wagen kann.

Auch Technik-Freaks kommen auf ihre Kosten. Mit GPS-Geräten, Leistungsmessung, aerodynamischen Helmen und neusten Carbon-Gadgets ist für jeden etwas dabei.

Am Ende macht es keinen Unterschied welches Bike du fährst oder wie schnell du vorankommst. Geniesse die Freiheit, Fitness und Zeit mit deinen Freunden und mache den Radsport zu einem Teil deines Lifestyles. Gib dem Sport eine Chance, du wirst es nicht bereuen.

Fragen & Antworten

Was ist ein Domestik im Radsport?

Ein Domestik (auch Gregario, Helfer oder Wasserträger genannt) ist ein Rennfahrer, der seine eigene Siegchance opfert, um einem Teamkollegen zum Sieg zu verhelfen. Zu seinen Aufgaben gehören das Herbeiholen von Flaschen und Verpflegung, die Verfolgung von Ausreissern sowie im Notfall sogar die Abgabe des eigenen Fahrrads an den Teamkapitän, sollte dieser ein technisches Problem haben.

Was bedeutet der FTP-Wert und wie wird er ermittelt?

FTP steht für „Functional Threshold Power“ und beschreibt die funktionale Schwellenleistung, also die Höchstleistung, die eine Person durchschnittlich über etwa eine Stunde erbringen kann, ohne zu ermüden. Der FTP-Wert wird in Watt angegeben und lässt sich mit einem Powermeter ermitteln. Viele Radprofis und ambitionierte Hobbyfahrer richten ihre Trainingszonen direkt nach ihrem individuellen FTP-Wert aus.

 

Was ist der „Mann mit dem Hammer“ im Radsport?

Der „Mann mit dem Hammer“, auch Hammermann oder Hungerast genannt, bezeichnet einen plötzlichen Leistungseinbruch infolge von Kohlenhydratmangel beziehungsweise Hypoglykämie. Vorbeugen lässt sich zum einen durch gezieltes Ausdauertraining, das den Körper an die Energiegewinnung aus Fett gewöhnt, zum anderen durch die rechtzeitige Zufuhr geeigneter Kohlenhydrate während der Fahrt, etwa über ein Sportgetränk oder ein Energiegel.

Was sind die „Monumente“ des Radsports?

Als Monumente werden die fünf ältesten und prestigeträchtigsten Eintagesrennen im professionellen Radsport bezeichnet: die Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich, Mailand-Sanremo und Il Lombardia. Sie gelten neben den drei Grand Tours (Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta a España) als die bedeutendsten Wettbewerbe im internationalen Rennkalender.

Warum ist Aerodynamik im Radsport so wichtig?

Der Luftwiderstand ist ab einer Geschwindigkeit von etwa 25 km/h der dominierende Widerstandsfaktor beim Radfahren und wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit, wodurch sein Einfluss bei höherem Tempo überproportional zunimmt. Aerodynamische Optimierungen betreffen sowohl das Material, etwa Rahmen, Laufräder, Helm und Bekleidung, als auch die Körperposition auf dem Rad. In Summe können solche Massnahmen bei 45 km/h einen Vorteil von rund 70 Watt bringen, was sich direkt auf Zeit und Energieverbrauch auf der Strecke auswirkt.